Offizierheimgesellschaft

Fliegerhorst Wunstorf e.V.

Chronik des Fliegerhorstes Wunstorf

Anlage und Nutzung zur Zeit des Dritten Reiches

Die Planung und den Bau des Fliegerhorstes Wunstorf führten die Machthaber des Dritten Reiches unter Umgehung der Bestimmungen des Versailler Vertrags zunächst als „Geheime Kommandosache“ durch. Die Enttarnung der sich angeblich dort befindenden Reparaturwerkstatt für Luftfahrzeuge der „Luftverkehrs A.G. Niedersachsen, Wunstorf“ als Militärflugplatz erfolgte erst im Februar 1935. Neben den technischen und den zwingend notwendigen Bauten zur Aufnahme eines fliegenden Verbands entstanden unter anderem zur Verpflegung, zur Unterhaltung bzw. zur sportlichen Ertüchtigung der Soldaten und Zivilisten ein Küchengebäude, ein Offizier- und Unteroffizierheim, ein Zivilgefolgschaftsheim sowie eine Sporthalle. Bis Juli 1940 nutzte die II. Gruppe des Kampfgeschwaders „Boelcke“ den Fliegerhorst. Als sie ihn verließ, fand hier zunächst die Ausbildung von Flugschülern statt. Mit Zunahme des Bombenkriegs ab dem Jahre 1943 beherbergte der Wunstorfer Platz dann bis Kriegsende Tag- und Nachtjäger diverser Luftwaffeneinheiten und diente zudem als Werft.

RAF-Station Wunstorf

Nachdem sich unmittelbar vor Kriegsende der letzte Fliegerhorstkommandant mit nur noch wenigen Verteidigern gerade noch rechtzeitig absetzen konnte, hatten die Alliierten den Fliegerhorst Wunstorf am Spätnachmittag des 7. Aprils 1945 vollständig eingenommen. Ein geregelter Flugbetrieb erfolgte erst 1946, als das „No. 123 Wing of BAFO“ die Einrichtung bis Mitte 1948 vorwiegend für den Flugbetrieb mit einmotorigen Jagdbombern nutzte. Um dem erhöhten Personalaufkommen auch im Kasino gerecht zu werden, bauten die Briten das Offizierheim schon bald aus, indem sie in einem Anbau, den heutigen Raum 1 (großer Saal) schufen. Mit Beginn der Berliner Luftbrücke mussten die einmotorigen Jagdbomber auf andere Standorte ausweichen, um Platz für vorwiegend viermotorige Transportflugzeuge zu machen. Während des Höhepunkts der Luftbrücke waren auf dem Fliegerhorst Wunstorf mehr als 60 Flugzeuge und mehr als 3.200 Personen stationiert, die in 38.663 Flügen bis zum Ende der Operation im Mai 1949 insgesamt 310841 Tonnen Fracht nach Berlin transportierten. Danach kehrten für kurze Zeit die kolbenbetriebenen Jagdbomber zurück, um danach hauptsächlich von strahlbetriebenen Flugzeugen des Typs Vampire bzw. Venom ersetzt zu werden. Als diese 1957 auf Grund von zunehmender Materialermüdung nach und nach aus dem Flugbetrieb ausgegliedert wurden, endete bald danach die Ära der RAF-Station Wunstorf.

Umgliederung der FFS „S“ in Lufttransportgeschwader 62 (LTG 62)

Da zu dem bisherigen Ausbildungsauftrag des Verbandes nun auch Lufttransporteinsätze im größeren Stil kamen, wurde eine zusätzliche Lufttransportstaffel aufgestellt. Dazu erhielt das LTG 62 weitere 14 Transall, so dass von nun an insgesamt 28 Maschinen auf dem Fliegerhorst Wunstorf stationiert waren. Das Geschwader setzte sich zunächst aus drei Fliegenden Staffeln (in Wunstorf und Bremen) und der so genannten Einsatzunterstützungsgruppe zusammen. Nach einigen Umgliederungen nahm das LTG 62 ab 1986 mit Stab, Fliegender Gruppe, Technischer Gruppe und Fliegerhorstgruppe die klassische Struktur der Fliegenden Verbände der Luftwaffe ein.

Der Fliegerhorst Wunstorf wird Bundeswehrstandort

Kurze Zeit nach Aufstellung der Luftwaffe im Jahre 1956 wurden viele der von den Westmächten besetzten Fliegerhorste an diese zurückgegeben. Dazu gehörte im Frühjahr 1958 auch Wunstorf. Zunächst lag auf dem Fliegerhorst bis April 1959 die I. Gruppe des Luftwaffenausbildungsregiment 4 (I./LwAusbRgt 4) und führte hier die militärische Grundausbildung für Luftwaffensoldaten durch. Neben dem LwAusbRgt 4 beherbergte 1958 der Horst bereits die neu aufgestellte Fliegerhorstgruppe Wunstorf, deren vordringliche Aufgabe es war, die Anfliegbarkeit des Platzes auch bei schlechtem Wetter sicher zu stellen, den Platz zur Aufnahme eines fliegenden Verbandes vorzubereiten, sowie die Voraussetzungen zur Nutzung des Platzes für eine Luftbrücke nach Berlin zu verbessern oder neu zu schaffen. Zur technischen Unterstützung war in die Fliegerhorstgruppe eine Instandsetzungsstaffel integriert; kurz darauf wurde dazu noch die Instandsetzungsgruppe Wunstorf des Versorgungsregimentes 2 hier stationiert. Der Hauptnutzer des Fliegerhorstes in der Zeit ab September 1958 war die aus Neubiberg kommende Ausbildungsgruppe „B“(mehrmotorige Flugzeuge: Noratlas und Pembroke) der Flugzeugführerschule „S“ (FFS „S“), deren Stab ebenfalls in Wunstorf stationiert wurde. Zur FFS „S“ gehörten weiterhin die Ausbildungsgruppe „A“ (einmotorige Flugzeuge: Piaggio) in Diepholz und die Ausbildungsgruppe „C“ (Hubschrauber) in Faßberg.
 

Umgliederung der FFS „S“ in Lufttransportgeschwader 62 (LTG 62)

Da zu dem bisherigen Ausbildungsauftrag des Verbandes nun auch Lufttransporteinsätze im größeren Stil kamen, wurde eine zusätzliche Lufttransportstaffel aufgestellt. Dazu erhielt das LTG 62 weitere 14 Transall, so dass von nun an insgesamt 28 Maschinen auf dem Fliegerhorst Wunstorf stationiert waren. Das Geschwader setzte sich zunächst aus drei Fliegenden Staffeln (in Wunstorf und Bremen) und der so genannten Einsatzunterstützungsgruppe zusammen. Nach einigen Umgliederungen nahm das LTG 62 ab 1986 mit Stab, Fliegender Gruppe, Technischer Gruppe und Fliegerhorstgruppe die klassische Struktur der Fliegenden Verbände der Luftwaffe ein.
 
 


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