{"id":26,"date":"2019-03-06T08:42:19","date_gmt":"2019-03-06T07:42:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ohg-wunstorf.de\/wp-ohg\/?page_id=26"},"modified":"2024-02-26T09:49:37","modified_gmt":"2024-02-26T08:49:37","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ohg-wunstorf.de\/?page_id=26","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\">Chronik des Fliegerhorstes Wunstorf<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjahr 1934 wurde auf der Gemarkung Klein Heidorn der Grundstein f\u00fcr einen Flugplatz gelegt. Um ausgedehnte Rasenfl\u00e4chen f\u00fcr ein Rollfeld zu schaffen, waren umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Der damalige Grasplatz hatte nach der Fertigstellung eine Ausdehnung von 414 ha und eine Zaunl\u00e4nge von 13 km.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 5px 10px 10px 0;\" src=\"https:\/\/ohg-wunstorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/geschichte_1.png\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"178\" \/>Das erste Flugzeug (Typ: Klemm 35) konnte im Mai 1935 hier landen. Bereits im Jahr 1936 wurde der Flugplatz durch die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 27 (Boelcke) belegt. Die Flugzeugtypen Do 11, Ju 52 und sp\u00e4ter auch der Typ He 111 waren die Flugzeuge des Kampfgeschwaders 27. W\u00e4hrend des 2. Weltkrieges blieb der Flugplatz von Kampfeinfl\u00fcssen weitgehend verschont. Auf dem Gebiet des heutigen Truppen\u00fcbungsplatz in Luttmersen wurden ausgeschlachtete Flugzeuge und Attrappen zum Teil unter B\u00e4umen versteckt und die Fl\u00e4che mit einer Landebahnbeleuchtung ausgestattet. In der N\u00e4he des angeblichen Flugplatzes wurde eine gro\u00dfe Heidefl\u00e4che mit Brettern zugenagelt und so gestaltet, dass die \u00fcberfliegenden alliierten Bomberverb\u00e4nde denken sollten, dass sich unter Ihnen das Steinhuder Meer bef\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1945 \u00fcbernahm die Royal Air Force den Fliegerhorst, der f\u00fcr viele Menschen in der Umgebung einen neuen Arbeitsplatz bot. Der Platz wurde erheblich vergr\u00f6\u00dfert und zwei Start- und Landebahnen auf festem Untergrund errichtet. In dieser Zeit wurden die vorhandenen Geb\u00e4ude renoviert und zeitgleich neue Hallen und Geb\u00e4ude gebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Blockade Berlins im Jahre 1948 wurde der Fliegerhorst Wunstorf zu einem der wichtigsten Flugh\u00e4fen, neben den Flugh\u00e4fen Celle und Fa\u00dfberg, f\u00fcr die Versorgung Berlins. Ausgedehnte Hallenvorfelder, Abstellpl\u00e4tze und Flutlichtanlagen geben auch heute noch einen nachhaltigen Eindruck vom Ausma\u00df des ca. einj\u00e4hrigen Versorgungseinsatzes der Alliierten f\u00fcr West-Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 17. M\u00e4rz 1958 \u00fcbergab die Royal Air Force den Fliegerhorst Wunstorf an die deutsche Luftwaffe. Schon am 06. Juni des gleichen Jahres erfolgte die offizielle \u00dcbernahme, die durch den festlichen Einmarsch von 900 Soldaten dokumentiert wurde. Die erste Einheit war ein Luftwaffenausbildungsregiment. Etwa zeitgleich war f\u00fcr einige Zeit auch ein Fernmelderegiment stationiert. Als kurze Zeit sp\u00e4ter die Fliegerhorstanlagen und Start- und Landebahnen instandgesetzt waren, zogen die ersten Flugzeugf\u00fchrer hier ein. Es handelt sich um die Ausbildungsgruppe \u201eB\u201c der Flugzeugf\u00fchrerschule \u201eS\u201c die von Neubiberg nach Wunstorf verlegte. Geflogen wurden die Flugzeugtypen NORATLAS ND 2501, DOUGLAS DC 3 (C47) und PEMBROKE C.Mk.54.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: right; margin: 5px 0 5px 10px;\" src=\"https:\/\/ohg-wunstorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/geschichte_2.png\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"178\" \/>Die Flugzeugschule hatte den Auftrag, die Flugzeugf\u00fchrer, Bordmechaniker und Funker auf die Flugzeugmuster NORATLAS und PEMBROKE umzuschulen. In dieser Zeit (1958) begann auch ein Kommando mit der Aufstellung der Instandsetzungsgruppe 2, die im Jahre 1959 in die Instandsetzungsgruppe \/ Luftwaffenparkregiment umgegliedert wurde. In den Jahren 1960 bis 1962 wurden aufgrund der Aufgabenstellung die Luftwaffenparkregimenter I und II aufgestellt. Nur mit wenigen \u00c4nderungen blieben diese beiden Luftwaffenparkregimenter bis zum Jahr 1970 bestehen. Nach einer umfangreichen \u00c4nderung wurden am 01. April 1970 die Luftwaffendepotinstandsetzungsgruppe 2 und der Luftwaffenversorgungsbereich 2 eingerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem Jahr 1970 wurde auf dem Fliegerhorst Wunstorf die theoretische und praktische Schulung von Flugzeugf\u00fchrern, Bordmechanikern und Ladungsmeistern auf dem Flugzeugmuster TRANSALL C-160 durchgef\u00fchrt. Au\u00dferdem fanden hier die Kommandantenschulungen, die Ausbildung von Fluglehrern sowie die Lehrg\u00e4nge zur j\u00e4hrlichen Lizenz\u00fcberpr\u00fcfung statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; margin: 5px 10px 10px 0;\" src=\"https:\/\/ohg-wunstorf.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/geschichte_3.png\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"178\" \/><\/p>\n<p>Am 4. September 2009 fand der historische \u201eErste Spatenstich\u201c zum Um- bzw. Ausbau des Fliegerhorstes Wunstorf f\u00fcr die Stationierung des neuen Transportflugzeugs A400M statt. Seitdem werden viele Infrastrukturma\u00dfnahmen auf dem Fliegerhorst umgesetzt. Viele Gro\u00dfbauprojekte wurden bereits abgeschlossen. Neben der Erweiterung der Start- und Landebahn 26\/08 geh\u00f6ren auch ein neues internationales Ausbildungszentrum f\u00fcr Techniker und Piloten mit zwei Simulatorgeb\u00e4uden, sowie drei neue Luftfahrzeughallen dazu. Auch das neue Zentrum f\u00fcr Medizinische Evakuierung (MedEvac) ist hier entstanden.<\/p>\n<p>Im Dezember 2014 erhielt das LTG 62 den ersten Airbus A400M. Mit seiner Landung in Wunstorf begann f\u00fcr die Luftwaffe eine neue \u00c4ra des Lufttransportes. Seitdem ist die A400M-Flotte des LTG 62 im weltweiten, oft sehr gef\u00e4hrlichen Einsatz. Das war z. B. im Jahre 2021 der Fall, als das Geschwader mit einer Luftbr\u00fccke afghanische Staatsangeh\u00f6rige sowie weitere B\u00fcrger aus anderen Staaten evakuierte und besonders in 2023, als Deutsche und Personen anderer Nationalit\u00e4t, aus dem Krisengebieten Sudan, Israel und Mali ausgeflogen wurden.<\/p>\n<p>Seit Juli 2019 ist das LTG 62 mit dem Flugzeugmuster A400M als \u201eTanker\u201c im Auslandeinsatz &#8211; als erste Nation \u00fcberhaupt. Besonders bei den o. a. Evakuierungsmissionen konnten und mussten die umfangreichen weiteren F\u00e4higkeiten des Flugzeugs und auch der Besatzungen auch in schwierigsten Situationen erfolgreich unter Beweis gestellt werden.<\/p>\n<p>Bis Ende 2023 waren bereits mehr als 40 \u201eA400M\u201c beim LTG 62 stationiert. Insgesamt soll die Flotte auf 53 A400M anwachsen, sodass noch weitere Abstellfl\u00e4chen auf dem Fliegerhorst Wunstorf gebaut werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Aus aktueller Sicht ist mit weiteren Baut\u00e4tigkeiten auf den Fliegerhorst noch bis Ende der 2020er-Jahre zu rechnen. Als konkrete Projekte sind vorgesehen:<\/p>\n<p>Ein zweiter Simulator f\u00fcr das Ausbildungszentrum, der Neubau der Ausbildungswerkstatt, der Ausbau der Infrastruktur (Netze f\u00fcr W\u00e4rmeversorgung, Wasser und IT), ein neues Treibstofflager an anderer Stelle, der Neubau des Towers zwischen den Runways und die Erweiterung der Feuerwache.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus soll bis 2027 der Bau des Airbus-Industry-Wartungszentrum \u00f6stlich von Gro\u00dfenheidorn an der B 442 fertiggestellt sein.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen ist die intensive logistische Unterst\u00fctzung der FFS \u201eS\u201c und sp\u00e4ter des LTG 62 durch das heutige &#8222;Systemzentrums 23\u201c und seiner Vorg\u00e4nger-Einheiten. Ab 1958 wurden vom damaligen \u201eLuftwaffenversorgungsregiment 2\u201c aus Diepholz Werften in Wunstorf untergebracht. Anfangs mit der Instandsetzung von Waffensystemen wie Noratlas und Transall C-160 beauftragt, erweiterte sich das Spektrum des &#8222;Systemzentrums 23\u201c von Luftfahrtelektrik\/-elektronik, Flugabwehrraketen (Nike, Hawk und Patriot) bis hin zu Antennenmastanlagen und vielen weiteren Projekten. Heute liegt der Schwerpunkt des &#8222;Systemzentrums 23\u201c in der Instandsetzung der Flugabwehr-Waffensysteme. Es tr\u00e4gt aber mit seinen F\u00e4higkeiten und Zertifizierungen auch entscheidend zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft s\u00e4mtlicher fliegender Systeme der Luftwaffe bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chronik des Fliegerhorstes Wunstorf Im Fr\u00fchjahr 1934 wurde auf der Gemarkung Klein Heidorn der Grundstein f\u00fcr einen Flugplatz gelegt. 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